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Biofisch ist eine Delikatesse!

Biofisch ist eine Delikatesse!

14.12.2017

Fisch galt in unseren Breitengraden über Jahrhunderte als hoch geschätzte und bekömmliche Delikatesse. Da bis Mitte des letzten Jahrhunderts die meisten Fische aus Wildfang stammten, war das Angebot in Regionen ohne grosse Gewässer sehr begrenzt. Heute sind die Weltmeere überfischt und konventionelle Aquafarmen bedrohen die Umwelt.

Bio-Zucht: Besser für Tier und Umwelt

Heute stammt bereits jeder dritte konsumierte Fisch aus einem Aquakulturbetrieb. Tendenz weltweit stark steigend. Über 600 Tierarten werden in Aquakulturen gehalten. darunter etwa 150 Fischarten. Muscheln, Schnecken und Algen werden nicht nur für den Verzehr gezüchtet, sondern dienen auch als Zusatzstoffe für Nahrungsmittel oder für Kosmetika.

Wie die konventionelle Massentierhaltung auf dem Land, hat auch ihr Pendant im Meer und in Binnengewässern einschneidende, negative Auswirkungen auf die Umwelt und ganze Oekosysteme.

  • Nährstoffe aus Kot, Urin und Futterresten der Fische gelangen mit den Abwässern in die Flüsse oder ins Meer. Durch die erhöhte Nährstoffzufuhr vermehren sich Algen rasant wodurch der Sauerstoffhaushalt des Gewässers kippen kann. Das kann im Extremfall zum Ersticken aller höheren Tiere führen.
  • Für die Zucht von Riesencrevetten werden in Asien wertvolle Mangrovenwälder abgerodet.
  • Fremde Arten aus Zuchten gelangen zum Teil in natürliche Gewässer und verdrängen häufig einheimische Arten oder schleppen Krankheitserreger und Parasiten ein, die sich massiv unter einheimischen Arten ausbreiten.
  • Aufgrund der Dichte der Tiere in Zuchtkäfigen kommt es häufig zu Krankheiten, die mit Medikamenten und Chemikalien behandelt werden. Reste davon gelangen in die Umwelt und wirken dort weiter.

Die Richtlinien für Biofischzucht z.B. von Bio Suisse oder der Zertifizierung Naturland aus Deutschland, haben zum Ziel, solche negativen Auswirkungen weitestgehend zu verhindern und das Tierwohl bei der Aufzucht zu fördern.

Bioforellen aus dem Naturteich

Wie Bio-Fischzucht im Einklang mit der Natur funktioniert, zeigt Susanne Flückiger aus Uerkheim / AG exemplarisch. Idyllisch eingebettet in einem kleinen Seitental der Uerke, liegt die Bio Forellenzucht im Gebiet Schäferenhölzli. Die Anlage wird chemiefrei betrieben. Die Fische leben in einer nahezu naturbelassenen Umgebung. Allerbeste Wasserqualität, eine niedrige Besatzdichte (max. 20kg pro m3) und die Mindestlebensdauer von 18 Monaten garantieren beste Qualität und artgerechte Haltung im Einklang mit den strengen Bio-Suisse Richtlinien. Die Fische werden ohne Umwege direkt auf dem Betrieb frisch verarbeitet und z.B. nach eigenen Rezepturen geräuchert.

Irischer Atlantik Bio-Lachs, im Aargau veredelt

Lachse brauchen Raum und viel Bewegung, denn sie sind von Natur aus gewohnt, gegen starke Strömungen zu schwimmen. Der irische Bio-Lachs von Salmo Fumica wird in Aquakulturen auf dem offenen Meer gehalten. Auf 1000 Liter Wasser kommen maximal 10 kg Fisch. Durch Stürme und Gezeiten können die Tiere ihren Schwimmtrieb voll ausleben, das Fleisch der Lachse wird zart und zugleich fest, dabei relativ fettarm. Statt auf Chemikalien und Antibiotika setzt man in der Biolachs-Zucht auf Putzerlippfische, Ultraschallgeräte und Pflanzenextrakte, welche helfen die Tiere frei von Parasiten zu halten.

Mehrmals wöchentlich frisch importiert, wird der Lachs von Salmo Fumica in Nussbaumen handwerklich weiterverarbeitet und sorgfältig nach alter Tradition geräuchert und auf Bestellung frisch für uns abgepackt.

Biofisch ist eine Delikatesse und kein Massenprodukt. Bei der Aquakultur hat das Tierwohl und die Schonung der Umwelt höchste Priorität. Und bei der Verarbeitung im handwerklichen Rahmen werden die Fischspezialitäten für die Festtage schonend und nach bester Tradition veredelt. So können Sie mit bestem Gewissen zugreifen!

Stefan Jost, Mahler & Co.

Kontakt Blog-Redaktion: blog@mahlerundco.ch

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