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Die Gartensaison ist eröffnet

Die Gartensaison ist eröffnet

12.03.2020

Im März geht es im Garten los. Mit den wärmeren Tagen ist jetzt wieder Zeit für die ersten Direktsaaten. Auch wer seine Setzlinge selber ziehen will, muss jetzt säen. Worauf es ankommt, damit Sie im Mai kräftige Tomaten, Zucchetti & Co. ins Freiland pflanzen können, haben wir beim Biosaatgut-Spezialisten Zollinger in Erfahrung gebracht. Dazu gibt’s Tipps für die ersten Saaten ins Freiland und den Kampf gegen gefrässige Schnecken.

So gelingt die Anzucht eigener Setzlinge

  1. Als erstes braucht es eine gute Bio-Anzuchterde aus der Gärtnerei oder dem Gartencenter. Diese sorgt dafür, dass die Samen gut keimen.
  2. Mit der Erde füllen Sie eine Saatschale, am besten eine mit vorgeformten Vertiefungen (z.B. Seedtray aus Naturkautschuk von FAIR ZONE). Dann die Erde leicht andrücken und giessen!
  3. Jetzt legen Sie einen Samen pro Abteil auf die Oberfläche. Nur leicht andrücken und auf keinen Fall zu tief säen.
  4. Die Saat nun mit einer feinen Schicht Sand bedecken und bis zur Keimung ein Zeitungspapier darüberlegen. Das verhindert ein zu schnelles Austrocknen.
  5. Ihre Saaten brauchen jetzt einen warmen Ort mit mindestens 20° C und müssen immer schön feucht, aber nicht zu nass gehalten werden. Sobald die ersten Keimblätter erscheinen, das Zeitungspapier entfernen.
  6. Nach gut 3 – 4 Wochen sollten die Pflänzchen schon ca. 10 cm hoch sein. Jetzt brauchen sie mehr Platz und müssen pikiert werden. Das heisst, die Pflanzen werden in grössere Töpfe gesetzt und können so bei viel Licht und 20° C weiterwachsen.
  7. Ab Mitte Mai ist es dann Zeit, die selbstgezogenen Setzlinge ins Freie oder ins Tomatenhaus zu pflanzen.

Erbsen und Kefen ins Freiland säen

Erbsen und Kefen gehören zu den frühesten Kulturen, die direkt ins Freie gesät werden können. Damit die Keimung rasch einsetzt, sollte der Boden von der ersten Frühlingssonne schon etwas angewärmt sein. Die Samen werden ca. 5 cm tief, mit einem Abstand von 2-3 cm in die Erde gelegt und zugedeckt. Der Reihenabstand soll 30-40 cm betragen. Beete gut feucht halten. Die Ernte wird ab ca. Ende Mai möglich sein.

Schnecken in Schach halten

Die zarten Pflänzchen locken natürlich auch hungrige Mäuler an. Zeitgleich mit den ersten Keimblättern, erwachen auch die Nacktschnecken aus ihrem Winterschlaf. Damit die ganze Arbeit nicht für die Katz‘ ist oder sprichwörtlich zur Schnecke gemacht wird, hier ein paar Tipps zur Bekämpfung:

Naturfreundliche Gärten mit Ast- und Laubhaufen bieten Igeln einen Unterschlupf. Schnecken gehören mit zur Leibspeise der stacheligen Gartenbewohner. Auch Laufenten erweisen sich im Kampf gegen Schnecken als sehr wirksam (Achtung: Zarte Salatköpfe vor den Enten schützen!)

Überzählige Setzlinge können in einer Gartenecke als Lockpflanzen einsetzt werden. Beliebt bei den Weichtieren sind z.B. Mohn, Zucchini, Kohl und Senf. Nachteil dieser Methode: Durch die Fütterung der Schnecken erleichtert man auch ihre Fortpflanzung.

Bewährt haben sich auch der Schneckenzaun oder das Einsammeln der Schnecken. Vereinzelte Bretter, Kartonschachteln oder Eimer dienen als „Schneckenfallen“, indem sich die Tiere tagsüber darunter verkriechen und am Abend einfach eingesammelt werden können.

Und wenn es nicht anders geht: Schneckenkörner BIOLOGISCH. Nach der Saat oder bei der Keimung breitflächig ausstreuen. Auf Basis von Eisenphosphat sind sie biologisch abbaubar und vollkommen unschädlich für Igel und andere Tiere.

Einen Natur- und Biogarten anlegen

Standort: Wichtig ist ein Standort, der ca. 5-6 Stunden direkte Sonneneinstrahlung hat pro Tag. Allzu prall sollten die Beete der Sonne nicht ausgesetzt sein. Wichtig ist auch die Bodenqualität. Der Boden darf nicht zu steinig oder zu lehmig sein.

Kompost ist schwarzes Gold für den Garten. Die Pflanzen im Garten verbrauchen Nährstoffe. Werden diese dem Boden nicht wieder zugeführt laugt er aus. Ein Komposthaufen ist schnell angelegt und liefert idealen Dünger für alle Pflanzen. Küchen- und Gartenabfälle werden so sinnvoll wiederverwendet. Der Kompost sollte nicht in einer Grube oder einem abgeschlossenen Behälter angesetzt werden. Er braucht gute Luftzufuhr und soll feucht, aber nicht nass sein. Guter Kompost braucht mehrere Monate bis er reif und einsatzbereit für den Garten ist. Damit die Regenwürmer von unten hineinkriechen können, darf der Kompost nicht auf Steinboden, sondern sollte direkt auf der Erde stehen

Saatgut: Im Naturgarten immer Bio-Saatgut verwenden. Dieses ist ungebeizt und frei von Pestiziden. Achten Sie auch darauf, dass Sie keinen Hybridsorten setzen. Hybride können nicht selber vermehrt werden. Samenfeste Biosorten haben den Vorteil, dass Sie am Ende der Saison einige Pflanzen verblühen lassen und die Samen für die eigene Weiterzucht verwenden können.

Setzlinge statt selber säen: Besonders in Gärten mit nährstoffarmen Böden und für wärmeliebende Pflanzen ist es empfehlenswert, Bio-Setzlinge zu kaufen, statt diese selber zu ziehen. Tomaten etwa tragen sonst sehr spät und die Früchte reifen dann im Herbst bei Kälte nicht mehr optimal heran.

Unsere Partner: Zollinger – der Schweizer Bio-Samenzüchter

Als Bio-Pioniere widmen sich Christine und Robert Zollinger seit der 1980er Jahre der biologischen Saatgutzüchtung und der Erhaltung alter Sorten. Ursprünglich im Thurgau beheimatet, bot sich Zollingers 1991 die Gelegenheit in Les Evouettes (VS), in der Nähe des Genfersees, einen 25 ha grossen Betrieb zu übernehmen. Die neuen Platzverhältnisse erlaubten einen Ausbau der Vielfalt auf rund 400 verschiedene Sorten. Seit 2016 führen Til, Tizian und Tulipan Zollinger den Bio-Familienbetrieb in zweiter Generation.
Für alle Sorten eine eigene Entwicklungszucht und eine biologische, absolut gentechfreie Saatgutvermehrung zu führen, ist einer der nachhaltigen Grundsätze, denen die Familie Zollinger in ihrer täglichen Arbeit konsequent nachlebt.

Zollingers Setzlinge per Post: Wie geht das?

Bei Mahler & Co. können Sie 2 Setzlingssets vorbestellen, die dann per Post direkt vom Bio-Saatgutbetrieb ausgeliefert werden. Zollinger hat eine spezielle Verpackung entwickelt, welche die Setzlinge während dem Versand stabilisiert. Die Ergebnisse eines Pilotversuchs waren so erfolgreich, dass die Lieferungen ab 2019 einer breiten Kundschaft angeboten werden können. Alle Setzlinge werden aus eigenem Saatgut gezogen und professionell gepflegt. Die kräftigen Bio-Setzlinge werden in kompostierbaren Töpfen geliefert.

Nützliche Links / Mehr Infos

Aussaat-Kalender der Firma Zollinger

Link zum Gartenplanungs-Tool der Firma Zollinger

Empfehlenswertes Fachbuch: Mein Garten – biologisch und naturnah






Text: Firma Zollinger / Stefan Jost, Mahler & Co.

Bilder: Zollinger

Kontakt Blog-Redaktion: blog@mahlerundco.ch

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