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Bio-Datteln aus der Oase Hazoua

Bio-Datteln aus der Oase Hazoua

09.01.2020

Mahler & Co. bezieht die Deglet Nour-Datteln mit dem feinen caramelartigen Aroma aus dem Oasendorf Hazoua. Die Kleinbauern haben sich dort 2002 zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen und bauen die Bio-Datteln nach Demeterrichtlinien an. Zusammen mit der Vermarktungsorganisation Beni Ghreb produziert die Genossenschaft aktuell ca. 800 Tonnen Biodatteln pro Jahr. Durch die Verarbeitung und Verpackung vor Ort sind vor allem für Frauen viele Arbeitsplätze entstanden. So können sie durch ihre Arbeit das Auskommen der Familien verbessern.

Bei Beni Ghreb sorgen Agronomen mit ihrer Forschung dafür, dass die Erträge erhöht und die ökologische Qualität des Anbaus noch intensiviert werden. Hier nur einige der realisierten und laufenden Projekte:

  • Einsparung von grossen Wassermengen dank der Errichtung einer Tropfenbewässerung
  • Entwicklung von feinen Schädlingsnetzen zum Schutz der Dattelrispen, dadurch Reduktion von Schädlingsbefall der Datteln von 12% auf 0.5%
  • Wasser-Rückgewinnung: Gebrauchtwasser wird wiederaufbereitet und in die Umgebung der Oasen geleitet. So wächst der Grüngürtel und das Fortschreiten der Wüste wird verhindert.

Die Tropfenbewässerung ermöglicht zudem die Einführung weiterer Nutzpflanzen. In der Oase Hazoua wird Landwirtschaft auf 3 Ebenen betrieben: Auf 30 Meter Höhe mit den Dattelpalmen, auf der zweiten Etage bis 10 Meter gedeihen weitere Obstbäume und in der Bodenschicht werden Futterpflanzen für Tiere und Gemüse angebaut. Die Bauern haben dadurch ganzjährig ein Auskommen und können ihren Verdienst durch den Verkauf auf lokalen Märkten oder sogar durch Export erhöhen.


Für die Datteln erhalten die Bauern einen Preis, der sogar noch deutlich über dem empfohlenen Preis der Fairtrade-Organisation liegt. Ein Grossteil der Ernte wird vorfinanziert.
Mit dem Genuss der Deglet Nour-Datteln von Mahler & Co. helfen Sie mit, das Einkommen der 800 Familien in Hazoua zu sichern und die Entwicklung einer blühenden, ökologischen Oase in der tunesischen Sahara zu ermöglichen.

360 der 800 Familien finden Beschäftigung in der Dattel-Verarbeitung

Der Dattelanbau: Viel Knochen- und Kletterarbeit

Dattelpalmen – botanisch Phoenix dactylifera - können 10 bis 30 Meter hoch werden und über 100 Jahre alt werden. Erst Erträge bringen sie nach 8 bis 10 Jahren, den höchsten Ertrag erst ab einem Alter von 30 Jahren. Das Anlegen einer neuen Dattelplantage ist demnach Generationenprojekt.

Baumpflege, Ernte und Bestäubung der Datteln müssen durch die Bauern kletternd in grosser Höhe durchgeführt werden. Die Dattelpalme ist eine zweihäusige Pflanze. D.h. auf einer Palme kommen nur weiblich oder männliche Blüten vor. Um Wasser zu sparen, werden praktisch nur weibliche Palmen angebaut und deren Blüten mit männlichen Blütenständen von Hand bestäubt. Um grössere Datteln zu erzeugen, werden die Blütenstände ausgedünnt und zudem mit feinen Netzen gegen Schädlinge geschützt. Bei der Ernte werden die bis 20 kg schweren Rispen abgeschnitten und nach unten gereicht. Für die diversen Arbeitsschritte steigen Dattelbauern pro Saison rund 10 mal auf jede Palme.

Dank feiner Netze konnte der Schädlingsbefall von 12% auf 0.5% gesenkt werden

Ursprung und Nutzen der Dattelpalme

Die Dattel gilt als Brot der Wüste und die Dattelpalme wurde bereits vor mehr als 5000 Jahren von der Wildform in verschiedene Zuchtformen überführt. Der Ursprung der Pflanze liegt im nahen Osten, wahrscheinlich im Gebiet des heutigen Irak, wo es heute noch eine grosse Sortenvielfalt gibt. Dattelpalmen sind häufig die einzigen nutzbaren Pflanzen die in Wüstengebieten noch gedeihen. Auch wenn sie Standstürme, extreme Sonneneinstrahlung und Temperaturen sowie trockene Luft und salzige Böden gut vertragen, so brauchen Sie doch relativ viel Wasser. Allerdings kann der Salzgehalt des Wassers bis 3% betragen, also nahezu dem Salzgehalt von Meerwasser. Auch Salzschichten in Böden sind kein Hindernis. Die Palme wurzelt dann einfach in tieferen Bodenschichten.

Ökologisch sind Dattelpalmen sehr wertvoll und unverzichtbar für das Überleben von Wüstenoasen. Sie spenden Windschutz und Schatten für andere Pflanzen, die in ihrem Schutz angebaut werden. Kamele fressen die Blätter der Dattelpalmen sehr gerne und das Holz und die Blätter der Palme werden als Bau- und Brennholz oder zum Dachdecken verwendet.

Durch Rückgewinnung von Gebrauchtwasser gedeihen diese Futterpflanzen in der Wüste

Kontakt Blog-Redaktion: blog@mahlerundco.ch

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