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Das Manuka-Geheimnis

Das Manuka-Geheimnis

22.02.2019

Manuka-Honig wird ausschliesslich in Neuseeland gewonnen und stammt von den Blüten der Südseemyrte, von den Maori auch Manuka genannt. In den letzten Jahren hat Manuka-Honig stark an Bedeutung gewonnen und ist auch in Europa immer bekannter geworden. Die ihm zugeschriebenen Wirkungen sind vor allem auf seine antibakteriellen Eigenschaften zurückzuführen, welche in einer Reihe von Studien nachgewiesen wurden. Für die bakterienhemmende Wirkung verantwortlich ist der Stoff Methylglyoxal (MGO). Im Manuka-Honig kommt der Stoff in bis zu 100-fach höherer Konzentration, verglichen mit anderen Honigsorten, vor.

Der Manuka-Strauch

Manuka wächst als Strauch oder kleiner Baum von 2 bis 4 Metern Höhe. Die Pflanzen blühen im Sommer der südlichen Hemisphäre, also von Oktober bis Februar. Botanisch gehört der Strauch zu den Myrtengewächsen. Einige Arten dieser Familie, wie z.B. Manuka selber, sind auch unter dem Namen «Teebaum» bekannt, seit die Blätter durch Captain Cook auf einer Entdeckungsreise nach Neuseeland zur Zubereitung von Tee verwendet wurden.
Seit Jahrhunderten wird der Manukastrauch von den Maori, den neuseeländischen Ureinwohnern, aufgrund der heilenden Wirkung z.B. bei Verbrennungen, Entzündungen oder Verletzungen eingesetzt. Verschiedene Zubereitungen aus Pflanzensaft, Samen, Rinde, Harz, Blätter oder Blüten des Teebaums zur äusseren und inneren Anwendung sind beschrieben.

Für das aus Blättern und Samen hergestellte Manuka-Öl wurden wissenschaftlich antibakterielle Eigenschaften beschrieben. Die hemmende Wirkung wurde u.a. auf Clostridien identifiziert. Eine topische Anwendung des Öls spielt bei der Behandlung von Entzündungen der Haut oder Atemwege eine Rolle. Es scheint des Weiteren eine positive Beeinflussung der Mundschleimhäute vorzuliegen.

Honigbiene an einer Blüte des Manuka-Strauchs

Gesundheitlicher Nutzen durch Manuka-Honig?

Honig gilt seit jeher als altbewährtes Hausmittel. Dem neuseeländischen Manuka-Honig kommt aufgrund seiner spezifischen Inhaltsstoffe, allen voran dem erwähnten MGO, eine besondere Rolle zu. Im täglichen Gebrauch als Lebensmittel kann der Honig v.a. im Bereich der Haut und der Schleimhäute des oberen Verdauungstrakts, wie z.B. im Mund, gute Dienste leisten. Untersuchungen haben gezeigt, dass bei einer täglichen Einnahme von 10 – 20 g Manuka-Honig (einer Frühstücksportion) genügend wirksame Substanz im oberen Magen-Darmtrakt vorhanden ist. Nach der Darmpassage im unteren Bereich liegt der Wirkstoff allerdings nicht mehr in einer stabilen Form vor, wodurch Wirkungen im unteren Darmbereich eher unwahrscheinlich sind.

Hingegen kann dem Verzehr von Manuka-Honig ein  positiver Effekt in der Behandlung von Halsentzündungen im Zuge von Erkältungskrankheiten attestiert werden, wozu er in der Volksheilkunde bereits eingesetzt wird. Auch pathogene Bakterien im Mund können auf diese Weise reduziert werden. Zusätzlich ist ein vorbeugender bzw. therapeutischer Nutzen von Honig für Entzündungen im Mundraum wie z.B. Mukositis möglich.

Aktivität des Sonnentor Bio-Manuka-Honigs

Ausser dem isolierten Wirkstoff MGO weist Manuka-Honig weitere wertvolle Inhaltsstoffe auf. Neben Säuren, Spurenelemente und Antioxidantien, zählt auch das Enzym Glucose-Oxidase dazu, welches geringe Mengen an Wasserstoffperoxid produziert. Der Stoff ist unter anderem verantwortlich für die Kraft des Manuka Honigs. Die Bienen fügen dem Honig Glucose-Oxidase beim Einlagern in die Waben hinzu. Das Enzym kommt aber auch im Blütennektar selber vor.  

Weitere positive Inhaltsstoffe sind Säuren, Mineralstoffe, Spurenelemente, Antioxidantien und Leptosperin. Letzteres dient der Bestimmung von echtem Manuka Honig, da es ausschliesslich im Nektar der Südseemyrte vorkommt. Ein weiteres Alleinstellungsmerkmal ist das Vorkommen von DHA (Dihydroxyaceton), das im Laufe der Honigproduktion in MGO (Methylglyoxal) umgewandelt wird. All diese Inhaltsstoffe werden in die Bestimmung des sogenannten TA-Faktor (Total Acticity) mit einbezogen. Deshalb verwenden ihn Sonnentor als ganzheitlichen Qualitätsnachweis. Dieser misst, im Unterschied zum MGO-Wert, die Gesamtaktivität des Honigs. Dabei wird der Honig neben dem MGO-Gehalt auch auf Inhaltsstoffe wie Wasserstoffperoxid, Leptosperin, Antioxidantien und Säuren analysiert. Dieser ganzheitliche Ansatz entspricht der SONNENTOR Philosophie.

Die Total Activity "TA" wird im Labor bestimmt. Dafür wird der Honig auf eine Bakterienkultur gesetzt und mit dem Effekt einer desinfizierenden Lösung verglichen. Daraus resultiert die Höhe des TA-Faktors. Der Manuka Honig von SONNENTOR zeichnet sich durch einen sehr hohen TA-Wert (25+) aus. Das entspricht einer 25%igen Phenol-Lösung.
Übrigens: Auch andere Honig-Sorten weisen einen TA-Wert auf. Dieser ist aber meist viel geringer, als der von sortenreinem Manuka. Um die Echtheit zu garantieren führen wir zusätzlich Pollenanalysen durch. Beim SONNENTOR Manuka Honig beträgt der Manuka-Pollen-Anteil durchschnittlich über 80%.

Quellen: Methylglyoxal in Manuka Honig, Dissertation von Diplom-Lebensmittelchemikerin Julia Atrott, Herstellerangaben Sonnentor


Bilder: Sonnentor

Kontakt Blog-Redaktion: blog@mahlerundco.ch

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